Erfahrungsberichte von Teilnehmern im „Praxiskurs 1 - Aussöhnung mit dem Inneren Kind“

Vorbemerkung: Diese Berichte sollen Ihnen helfen, eine Vorstellung von dem Ablauf dieser Kurse zu gewinnen. Die von den Teilnehmern/ Teilnehmerinnen der Kurse gemachten Erfahrungen sind natürlich sehr unterschiedlich, auch je nach Situation, bereits erlebter Vorarbeit usw.  Jedoch wird in diesen Beispielen hier vor allem deutlich, dass es Sinn dieser Kurse ist, die Übungen auf seine ganz individuelle Situation anwenden zu lernen.


Mann, 50 Jahre, Angestellter/Verwaltung

Wir benötigten nach 18 Ehejahren einige Korrekturen, um auch weiterhin glücklich zusammenzuleben. Wir erfuhren in der Paartherapie, dass die Ursachen für ein gestörtes Zusammenleben hauptsächlich in der Kindheit liegen und entschlossen uns, an einem Wochenendseminar mit dem Thema „Versöhnung mit dem inneren Kind“ teilzunehmen.
Erstaunlich, von sieben Teilnehmern waren fünf Männer.
Eine für mich neue Art der Vorstellungsrunde nahm uns gewisse Sprechhemmungen. Es war im Übrigen die einzige „Übung“, zu der dann auch jeder zu Wort kam. Alle anderen Wortbeiträge von den Teilnehmern waren danach absolut freiwillig. Man konnte selbst entscheiden, wie weit man allen oder auch nur dem Therapeuten seine Ergebnisse aus den Übungen präsentiert. Ich zähle mich eher zu den ruhigeren Zeitgenossen; die Stimmung der Übungen hat mich allerdings verleitet, dass ich auch meine Ergebnisse aus den Übungen mitteilen wollte. Ich war erstaunt über die emotionalen Reaktionen der Teilnehmer beim Vortragen ihrer Ergebnisse und absolut sicher, dass ich von solchen Gefühlsausbrüchen fern bin. Da habe ich mich getäuscht, mir flossen die Tränen und ich konnte teilweise gar nicht vortragen was ich wollte. Da hat sich wohl doch einiges in meinem Inneren getan. Vor allem habe ich mich weder geschämt, noch war es mir peinlich. Ich fühlte mich einfach gut danach und erleichtert. Das Beste dabei war aber, dass ich allmählich erkannte dass da etwas mit mir passiert, was es mir besser gehen lässt. Mir wurde eine Anleitung vermittelt zur „Versöhnung mit dem Inneren Kind“. Es kommt mir heute vor, als würde ich in ein geheimes Rezept eingewiesen worden sein. Ich sehe mittlerweile auch viele Parallelen z.B. im QiGong oder im Gebet.


Frau, 40 Jahre, Lehrerin

Auf Erholung am Wochenende mit Mann und Kindern verzichten, um sich einer vermutlich anstrengenden innerpsychischen Arbeit hinzugeben? Dieser Preis scheint hoch für die Teilnahme an einem Seminar zum  „Inneren Kind“, dessen Besuch mir empfohlen wurde.
Die Hoffnung auf langfristig positive Effekte für mein Wohlbefinden besiegt meine Skepsis.
Ein Glück.
Eine gute Mischung aus kleinen Vorträgen und praktischer Anwendung der vorgestellten Verfahren lässt das Seminar an keiner Stelle langatmig werden. In einer überschaubaren Gruppe von acht Personen bleibt es mir selbst überlassen, mich innerhalb der Gruppe mehr oder weniger zu öffnen.
Im Zentrum steht die individuelle Auseinandersetzung mit meinen eigenen Themen, meiner  eigenen Geschichte und vor allem meinen – oftmals verdrängten und abgewehrten – Gefühlen, die in der Krisensituation hervorbrechend mein Leben aus den bisherigen Bahnen zu werfen drohen. Die Atmosphäre lädt ein, sich zu öffnen. Ich fasse Vertrauen und lasse mich auf den Weg ein.
Als versierter und sehr erfahrener Therapeut begleitet Peter Bartning jeden Einzelnen. Geduldig und verständnisvoll geht er auf meine Fragen ein und toleriert meine Zweifel, die sich hier oder da einschleichen. Der Begriff „Inneres Kind“ macht mir Mühe – er stellt mir Alternativen vor, die weiterhelfen. Ich merke, dass sich neue Wege öffnen, die ich erproben möchte. Keine einfachen Rezepte, keine vorschnellen Handlungsmuster, sondern das Einlassen auf Grundlegendes durch überzeugende konkrete Schritte.
Einige Sätze gehen mit mir mit: Der Partner löst Gefühle in mir aus, die längst in mir angelegt sind. Er verursacht sie nicht, sondern belebt sie neu. Der Partner stößt mich so auf meine eigenen, der Paarbeziehung längst vorausgegangenen schmerzlichen Gefühle und wird damit zu einem Motor für meine eigene Entwicklung. - Ihm dafür dankbar zu sein, fällt mir dennoch schwer…
Noch weiter geht Bartning: Negative Gefühle, die in unserer Beziehung auftauchen, führt er nur zu einem geringen Teil auf das aktuelle Erlebnis und bereits erlebte Situationen aus der Paar-Geschichte zurück. Der weitaus größere Anteil liegt in den entsprechenden Situationen meiner Kindheit. Meine Beziehung zu verlassen, würde für mich also bedeuten, vielleicht nur 30% meiner belastenden Gefühle loszuwerden, die anderen 70% nehme ich in die nächste Beziehung mit, - bis sich dort wieder dasselbe wiederholt?
Resümee:
Ich werde von der Schuldzuweisung auf den anderen auf mich selbst zurückgeworfen, konzentriere mich auf meine Entwicklung und ahne, dass dieser Weg sich lohnt.
Vielen Dank!


Frau, 21 Jahre, Studentin

Ich ging zu dem Innere-Kind-Seminar obwohl ich erst 21 Jahre alt bin. Auf dieses Thema „Inneres Kind“ kam ich, weil ich so einige ziemlich schwere Probleme mit mir selbst hatte und dank einer Therapeutin zu der Überzeugung gelangt war, dass ich mit mir selbst nur klarkommen werde, wenn ich mich um MEIN INNERES KIND kümmere.
Das war dann aber leichter gesagt als getan. Trotz Bücher war ich sehr überfordert damit, mit meinem inneren Kind einen Kontakt herzustellen und vor allem die vielen unterschiedlichen Stimmen in mir, die widersprüchlich waren, auseinander zu halten und dann die Gefühle, die WIR hatten, auch noch zu verarbeiten!
Ich habe also nach Hilfe im Internet gesucht und bin auf Peter Bartnings Seminare gestoßen. Die Beschreibung des Praxiskurses 1 hat mich sehr angesprochen.
Und ich wurde nicht enttäuscht. Er führt die Teilnehmer an den inneren Dialog heran, so dass jeder in der Lage ist, alleine Dialoge mit seinem Inneren Kind zu führen. Dabei wird man immer von ihm während des Kurses begleitet. Seine Erklärung der unterschiedlichen Stimmen in uns hat mir dabei sehr weitergeholfen.
So schreibe ich nun viele Dialoge, erfahre so einiges über mich und verarbeite alte Gefühle. Dabei helfen zusätzlich andere Techniken, die Peter Bartning aus seiner Erfahrung an die Teilnehmer weitergibt.
Bei all den Lernprozessen ist es einem aber immer selbst überlassen, wie weit man die anderen an seinen Geschichten teilhaben lassen will, man wird zu nichts gedrängt, darf aber auch sehr offen sein, wenn man das möchte.

Ich bin dankbar, dass Peter Bartning seine Arbeit so macht, wie er es tut. Ein Wochenende, das mich auf meinem Weg sehr viel weiter gebracht hat.
Vielen Dank!


Mann, 39 Jahre

In dem langsamen Erwachen des inneren Kontaktes lag für mich ein überwältigend kribbeliges Gefühl einer quasi undefinierten Freude, man könnte es auch grundlose Freude nennen ... Ein intensives Kribbeln, fast Jucken im Bauch, an gleicher Stelle, an der ich auch meinen Schmerz spüre, kurz unter dem Brustbein. Erlebe ich dieses Gefühl sehr intensiv, so kann es fast unangenehm sein und doch ist es einfach nur schön.
Obwohl es keinen klar zuzuordnenden Auslöser zu geben schien, erfüllte mich zunehmend ein Gefühl positiver Unruhe, Aufbruchstimmung, Bereitschaft in neue Richtungen zu denken, einfach mal Türen aufzustoßen und zu sehen was sich dahinter für mich verbergen könnte. Eine unbestimmte Freude auf Neues, Zuversicht für die Zukunft, wachsende innere Stabilität, Mut, Neugier und Stärke!
In dem wachsenden inneren Kontakt liegt für mich auch das wachsende Gefühl der inneren Einheit, d.h. ich fühle mich zunehmend durch mich selbst angenommen, verantwortlich für mich (Gefühle, körperliche Gesundheit etc.) und so auch wirklich geliebt. Das ist ein wärmendes umhüllendes Gefühl der Geborgenheit in mir selbst.
Diese ersten unglaublich positiven Erfahrungen in mir selbst in der "Bejahung" meines inneren Kindes, in der Verantwortungsübernahme..., liegt für mich die Zuversicht und sogar Freude auf eine schöne Zukunft. Ich freue mich auf mich.
Ich empfinde tiefe Dankbarkeit für diese Bewusstseinserweiterung.
(Sogar beim Schreiben dieser Zeilen ist dieses positive Bauchgefühl sehr präsent gewesen.)


Erfahrungen eines Paares,
Mitte/Ende 30, Krankenschwester/Schlosser

Als uns in unserer Paarberatung dieses Seminar empfohlen wurde, waren wir anfänglich etwas skeptisch. Wir wussten nicht, was auf uns zukommt, und die Arbeit zusammen mit anderen in einer Gruppe schreckte uns ab. Letztlich aber siegte bei uns beiden der Wunsch, an uns zu arbeiten, um so vielleicht positiven Einfluss auf die Beziehung nehmen zu können.

Nach einer lockeren Vorstellungsrunde, bei der es lediglich um die Vornamen ging, gab es mit dem theoretischen Teil einiges an Input, ohne dass man „überschwemmt“ wurde.
Die anschließenden Übungen machte jeder für sich, jeweils in dem Rahmen, der für ihn wichtig war.
Anfangs taten wir uns beide sehr schwer mit der Kontaktaufnahme zum Inneren Kind. Herr Bartning verglich diese Situation mit dem Lernen einer neuen Sprache, welche man erst schrittweise üben muss, und genauso fühlten wir uns.
Mein Partner war sehr tief in seinen Gefühlen und hatte damit auch sehr zu knabbern; ich hingegen war mäßig enttäuscht, weil ich den Eindruck hatte, fast gar keinen Zugang zu mir zu bekommen. Mit gemischten Gefühlen fuhren wir so am Ende des Samstags nach Hause.

Am nächsten Morgen war mein Partner sehr am Überlegen, ob er überhaupt wieder mitkommen wollte. Er überwand sich und fand in Herrn Bartning einen erfahrenen Therapeuten, welcher ihm so zur Seite stehen konnte, dass er sich wieder auf das Seminar einlassen konnte.
Der anschließende Tag war für uns beide, in unterschiedlicher Weise, ein großes „AHA!“- Erlebnis, welches uns massiv geprägt hat. In dieser ruhigen Atmosphäre, innerhalb einer netten Gruppe, welche auf absoluter Freiwilligkeit beruhte, haben wir viel gelernt; die wichtigsten Stichwörter dazu sind in den anderen Erfahrungsberichten bereits genannt, nämlich dass man von der Schuldzuweisung auf den anderen zu sich selbst zurück geführt wird. Nur 20 % der belastenden Gefühle entstehen aus dem aktuellen Konflikt. Der Rest sind verdrängte Gefühle aus der Vergangenheit, welche bei dem aktuellen Konflikt „wiederbelebt“ werden.
So sind wir beide von dem Seminar mit dem Gefühl nach Hause gefahren, dass jeder ein großes Stück mehr mit sich ins Reine gekommen ist.
Nun haben wir es gute 3 Wochen später, und wir sind beide immer noch erstaunt, wie sehr uns dieses Seminar geprägt hat. Ich kann jetzt z. B. erstmals gefühlsmäßig erkennen, wie sehr mich frühkindliche Erlebnisse derart geprägt hatte, dass sich manchmal die damals verdrängten Gefühle bisher unerkannt in unsere Beziehung einschlichen. Nun erlebe ich, wie sie heil werden.
Und selbst jetzt schon hat sich vieles in unserem Umgang miteinander getan. Vor allem ein bisher unlösbar scheinendes Problem im Umgang miteinander, das unserer Beziehung fast zum Scheitern gebracht hatte, ist jetzt derart verändert worden, dass wir beide wieder miteinander glücklich sind.
Und wir sehen auch, dass es wichtig ist, diese neue „Sprache“ mit sich selbst auch weiterhin zu üben.


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